Information zur Strompreisanpassung der WeimarStrom-Preise sowie der Preise zur Grund- und Ersatzversorgung

Zum 1. Januar 2014 steigt die Umlage zur Förderung des Ausbaus erneuerbarer Energien um 18 Prozent auf brutto 7,43 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh). Diese Erhöhung gaben die vier großen Übertragungsnetzbetreiber Mitte Oktober bekannt. Derzeit liegt die Umlage bei brutto 6,28 ct/kWh. Bereits in den vergangenen Jahren war die EEG-Umlage stetig gestiegen und hat sich mittlerweile seit 2010 verdreifacht.

Erstmals ab dem 01.01.2014 wird die neue Umlage für abschaltbare Lasten nach Paragraf 18 Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten (§ 18 abLaV) von Letztverbrauchern erhoben und beträgt 0,011 ct/kWh brutto.

Im Rahmen der von der Bundesregierung beschlossenen Energiewende wird besonders der Ausbau von Fotovoltaik-, Biomasse- und Windkraftanlagen vorangetrieben. Die entstehenden Kosten werden auf den Strompreis umgelegt. Deutschlandweit haben deshalb zahlreiche Energieunternehmen eine Erhöhung der Strompreise für 2014 angekündigt. So auch die Stadtwerke Weimar Stadtversorgungs-GmbH. Neben den Allgemeinen Preisen zur Grund- und Ersatzversorgung der Stadtwerke Weimar müssen nun auch die Preise von WeimarStrom angepasst werden.

Der Geschäftsführer der Stadtwerke Weimar Jörn Otto erklärt dazu: „Die staatlichen Belastungen am Strompreis sind durch steigende Kosten bei der Förderung Erneuerbarer Energien und beim Netzausbau weiter gestiegen. Diese werden von uns weder festgelegt, noch profitieren wir davon. Auch durch vorausschauenden Einkauf sowie größere Effizienz bei Vertrieb und Service konnten wir diese zusätzlichen Kosten nicht vollständig auffangen.“

Beispiel:

Für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 2 500 kWh/Jahr ergibt dies eine Erhöhung von 14,75 EUR/Jahr bzw. 1,23 EUR/Monat.

In dieser Woche verschickt die Stadtwerke Weimar Stadtversorgungs-GmbH ca. 21.000 neue WeimarStrom-Verträge verbunden mit einer Kündigung der alten Verträge.

Der neue Vertrag sollte schnellstmöglich an die Stadtwerke zurückgeschickt werden, um sicherzugehen, dass WeimarStrom-Kunden lückenlos zu den günstigen Tarifen versorgt werden können. Wer das vergisst und sich auch nicht für einen anderen Anbieter entscheidet, muss allerdings nicht fürchten, künftig im Dunkeln zu sitzen. Er fällt automatisch in die Grundversorgung. Da die Preise hier aber merklich teurer sind, empfehlen die Stadtwerke Weimar einen WeimarStrom-Vertrag abzuschließen.

„Dieses für beide Seiten aufwendige Vorgehen wird ab 2014 umgestellt“, kündigt Stadtwerke-Chef Jörn Otto an. Zukünftig brauchen Kunden der Stadtwerke Weimar Stadtversorgungs-GmbH bei Preisänderungen nicht mehr extra einen neuen Vertrag zu unterzeichnen. Ein Sonderkündigungsrecht bei Preisveränderungen bleibt Ihnen aber natürlich erhalten.
Die staatlich beeinflussten Anteile des Strompreises liegen derzeit bei 52 Prozent(Steuern, Abgaben, Umlagen, Netzentgelte)

EEG-Umlage (Erneuerbare-Energien-Gesetz)
Der Ausbau der erneuerbaren Energien erfordert erhebliche Anstrengungen, auch in finanzieller Hinsicht. Damit Erneuerbare-Energien-Anlagen gebaut werden, sind Investitionsanreize erforderlich. Finanziert wird diese Förderung über die EEG-Umlage. Alle Stromanbieter in Deutschland sind dafür verantwortlich, die EEG-Umlage beim Kunden (Letztverbraucher) einzufordern und an die Betreiber der Stromnetze weiterzugeben.

  • Stromsteuer/Energiesteuer
    Die Stromsteuer/Energiesteuer ist eine durch das Stromsteuergesetz/ Energiesteuergesetz geregelte Steuer auf den Energieverbrauch.
  • Konzessionsabgabe (Höhe individuell je nach Netzgebiet)
    Die Konzessionsabgabe ist ein Entgelt an die Kommune für die Mitbenutzung von öffentlichen Verkehrswegen durch Versorgungsleitungen. Ihre Höhe variiert in Abhängigkeit von der Gemeindegröße zwischen 1,57 und 2,84 ct/kWh brutto (1,32 und 2,39 ct/kWh netto) (§ 2 Konzessionsabgabenverordnung (KAV).
  • KWK-G Umlage
    Mit der KWK-G-Umlage wird die ressourcenschonende gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme gefördert. Die aus dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) entstehenden Belastungen werden bundesweit auf die Letztverbraucher umgelegt.
  • § 19 Strom NEV-Umlage
    Mit der § 19 StromNEV-Umlage wird die Entlastung bzw. Befreiung stromintensiver Unternehmen von Netzentgelten finanziert. Die aus der Strom-Netzentgeltverordnung (StromNEV) entstehenden Belastungen werden bundesweit auf die Letztverbraucher umgelegt.
  • Offshore-Haftungsumlage
    Mit der Offshore-Haftungsumlage nach § 17 f Energiewirtschaftsgesetz, welche zum 1.1.2013 wirksam wurde, werden Risiken der Anbindung von Offshore-Windparks an das Stromnetz abgesichert. Die aus der Offshore-Haftungsumlage entstehenden Belastungen werden bundesweit auf die Letztverbraucher umgelegt.
  • Umlage für abschaltbare Lasten nach § 18 abLaV
    Die Umlage für abschaltbare Lasten nach § 18 der Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten (abLaV) wird erstmals ab dem 01.01.2014 von Letztverbrauchern erhoben. Nach der Veröffentlichung der Übertragungsnetzbetreiber vom 21.10.2013 beträgt diese Umlage 0,011 ct/kWh brutto (0,009 ct/kWh netto) für 2014. Die abLaV-Umlage ist daher von den Netzbetreibern den ab 01.01.2014 geltenden Stromnetzentgelten hinzuzurechnen.
  • Netzentgelte
    Die Netzentgelte werden vom Netzbetreiber für das jeweilige Netzgebiet auf der Grundlage der anfallenden Kosten berechnet. Diese Kosten werden von der staatlichen Bundesnetzagentur geprüft und darausgehend die Netzentgelte festgelegt. Die Stromanbieter müssen die im Strompreis enthaltenen Netzentgelte an die Netzbetreiber weitergeben. Die neuen Netzentgelte gelten mit Wirkung zum 01.01. eines Jahres und werden auf der Internetseite des Netzbetreibers veröffentlicht.
  • Mehrwertsteuer (in Höhe von derzeit 19 %)
    Die Mehrwertsteuer wird für den gesamten Strompreis mit all seinen Bestandteilen erhoben.

Hinweise kompakt

Vertragslaufzeit

Die neu angebotenen Lieferaufträge für WeimarStrom ab dem 01.01.2014 haben eine Mindestvertragslaufzeit bis zum 31.12.2014. Danach kann der Vertrag jederzeit mit einer Frist von 1 Monat zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden.

Bei Erteilung des Lieferauftrages für WeimarStrom schickt der Kunde ein Exemplare unterschreiben an die SWW mit dem beigefügten Rücksendeumschlag zurück.

Der Kunde erhält von den Stadtwerken Weimar eine Vertragsbestätigung. Erst damit gilt der Vertrag als abgeschlossen.

Was passiert, wenn der Kunde unser Vertragsangebot nicht annimmt und dem Netzbetreiber ab 01.01.2014 kein neuer Lieferant gemeldet wurde?

Der Kunde erhält zum 31.12.2013 eine Schlussabrechnung der SWW.

Der Netzbetreiber beauftragt den örtlichen Grundversorger mit der Ersatzbelieferung.

Es gelten dann die jeweiligen Allgemeinen Preise der Grund- und Ersatzversorgung.

Warum sind die Preise für die Grundversorgung höher als die der Sonderprodukte?

  1. grundversorgt werden meist Kunden, die Ihren Wunsch auf Belieferung nicht rechtzeitig ankündigen, so dass ein planmäßiger Stromeinkauf hier nicht erfolgen kann
  2. grundversorgt werden viele Kunden mit Zahlungsschwierigkeiten. Kosten für vermehrte Mahntätigkeiten sind hier umgelegt. Ebenso entstehen zusätzliche Kosten für Forderungssicherung. Das Risiko überhaupt einen Ausgleich für die erbrachte Leistung zu erhalten ist in den Preisen der Grundversorgung natürlich berücksichtigt.
  3. Es findet keine Sozialisierung statt. Das heißt, es erfolgt keine Umlegung der in dieser Kundengruppe entstehenden Risiken auf die Kunden die unsere Sonderprodukte nutzen.

Hinweis an die Kunden:

Es besteht jederzeit die Möglichkeit zum Abschluss von Sonderverträgen WeimarStrom.
Voraussetzung ist, es bestehen keine Zahlungsrückstände gegenüber der SWW
Die Telefonnummer Ihres Beraters finden Sie auf Ihrer Rechnung.

Telefonzentrale 03643 4341-0

Sie erreichen uns natürlich auch per E-Mail: stadtwerke@sw-weimar.de oder per Fax: 03643 4341-102

Unsere Mitarbeiter im Kundenservice der Stadtwerke Weimar Stadtversorgungs-GmbH
99427 Weimar, Industriestraße 14, sind montags bis freitags von 07:30 -18:00 Uhr gern für Sie da.

Der Sicherheitsservice ist 24 Stunden am Tag an 365 Tagen im Jahr erreichbar.

Notfallnummer 0800 4341-111

Bei Fragen zu Strom, Erdgas und Wärme

03643 4341-0

Öffnungszeiten Kundenzentrum:
Montag 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Dienstag, Donnerstag 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Mittwoch, Freitag 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr
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