"Wie im Wilden Westen" - MWA hilft Kunden sich gegen unlauteren Wettbewerb zu wehren

Ein rätselhafter Brief vom seinem Energieversorger war alles, was Peter H. aus Mittelthüringen auf einen dreisten Coup zwielichtiger Geschäftemacher aufmerksam machte: Darin teilte ihm sein Energieversorger mit, dass er es bedauere, dass Peter H. den laufenden Stromvertrag gekündigt und zu einem Konkurrenten gewechselt war. Herr H. glaubte zunächst an ein Missverständnis, denn er hatte keinen Wechsel in Auftrag gegeben. Ein Anruf beim alten Energieversorger brachte dann die Bestätigung: Ohne sein Wissen war der alte Vertrag gekündigt und sein Vertrag zu einem neuen Versorger transferiert worden. Der Fall liegt nun auf dem Tisch der Mitteldeutschen Wettbewerbsallianz (MWA). „Das ist einer der dreistesten

Fälle, die wir in den vergangenen Monaten hatten“, erklärt Jörg Gerbatsch, Geschäftsführer der MWA. Offenbar waren Unbefugte irgendwie an die Zählernummer des Mannes gekommen und hatten den Wechsel in Eigenregie in Gang gesetzt – ohne dass er etwas unterschrieben hatte

 

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oder vom neuen Anbieter informiert wurde. Möglich macht das eine durch die  Wettbewerbsöffnung entstandene spezielle Regelung der Energiewirtschaft. Die Zählernummer und der Name genügen, um auch ohne die Unterschrift des Kunden einen Wechsel zu veranlassen. Unlautere Wettbewerber nutzen diese, um schnell Geld zu machen. „Aktuell ist die Situation ein bisschen wie im Wilden Westen.“ Eine Änderung der Gesetzeslage sei aktuell

nicht in Sicht. Um Kunden und Energieversorger vor solchen schwarzen Schafen zu schützen, wurde 2016 die MWA ins Leben gerufen. Aktuell sind 31 Unternehmen aus Thüringen und anderen Bundesländern Mitglied, darunter die Stadtwerke Weimar. Die MWA übernimmt Arbeit und Risiko für diese Energieversorger, um deren Rechte gegen unlauteren Wettbewerb durchzusetzen. 

Vor allem an der Haustür und am Telefon droht Gefahr. „Wenn man Drücker einmal ins Haus gelassen hat, hat man schon verloren“, erklärt Jörg Gerbatsch. Oft klingeln die Verkäufer unangemeldet an der Haustür – und behaupten, sie kämen vom aktuellen Energieversorger. Geschickt würden sie sich dann Zählernummer oder Unterschriften erschleichen – meist mit der Behauptung, dass sich mit einem Wechsel jede Menge Geld sparen ließe. Wer mit einem sogenannten Drücker zu tun bekommt, sei es an der Haustür oder am Telefon, kann sich jederzeit vertrauensvoll an die Stadtwerke wenden. Von dort werden die Fälle direkt an die MWA zur Prüfung weitergeleitet.

Mit den Stadtwerken Weimar gibt es grundsätzlich keine Haustürgeschäfte!

Mehr Informationen zum MWA erhalten Sie hier.

Jörg Gerbatsch und Maria Beyersdorf von der Mitteldeutschen Wettbewerbsallianz (MWA)

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