35 Jahre Stadtwerke Weimar: Vom Energieversorger zum kommunalen Allrounder

Unternehmen SWW

Am 1. Oktober 1991 wurden die Stadtwerke Weimar gegründet. 35 Jahre später sind sie weit mehr als der klassische Energieversorger, als der sie gestartet sind. Rund 35.000 Privat- und Geschäftskunden beziehen Strom, Gas und Fernwärme von den Stadtwerken. Gleichzeitig wächst das Unternehmen in neue Geschäftsfelder hinein, unterstützt die Stadt bei der Energiewende und engagiert sich für das Leben in Weimar.

Als die Stadt Weimar vor 35 Jahren die Stadtwerke Weimar Stadtversorgungs-GmbH (heute Stadtwerke Weimar GmbH) gründete, war die Aufgabe klar umrissen: die zuverlässige Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit Energie.

Strom, Gas und Fernwärme bilden auch heute noch das Kerngeschäft des regionalen Energieversorgers. Gleichzeitig haben sich die Fragen verändert, mit denen Kunden zu den Stadtwerken kommen. Dabei geht es verstärkt um Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen, Speicher, Elektromobilität oder individuelle Lösungen für Unternehmen.

„Wir sind in den vergangenen 35 Jahren mit den Aufgaben der Stadt gewachsen. Heute geht es längst nicht mehr nur darum, Strom, Gas und Wärme zu liefern. Unsere Kunden beschäftigen sich mit ganz unterschiedlichen Fragen rund um ihre Energieversorgung. Unser Anspruch ist, ihnen dafür konkrete Lösungen anzubieten und gleichzeitig persönlich ansprechbar zu bleiben“, erklärt Geschäftsführerin Constanze Reppin, die seit Juli 2025 an der Spitze der Stadtwerke steht.

Die Energiewende kommt in Weimar an

Auch die Energieversorgung selbst steht vor einem grundlegenden Wandel. Die Stadtwerke arbeiten daran, ihre Fernwärmeversorgung Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. Vier Blockheizkraftwerke in Schöndorf, Weimar West, Weimar Nord und am Dichterweg erzeugen bereits Strom und Wärme gemeinsam und nutzen die eingesetzten Brennstoffe dadurch besonders effizient.

Die Kraftwerke sind Teil des Transformationsplans für eine modernisierte Fernwärmeversorgung bis 2045. Ein aktuelles Vorhaben entsteht an der Weimarer Kläranlage. Dort soll künftig Wärme aus gereinigtem Abwasser gewonnen und einem saisonalen Wärmespeicher zugeführt werden. Zudem baut der regionale Energieversorger aktuell seine erste Solarthermieanlage in der Humboldtstraße.

Auch bei der Elektromobilität hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan. Mehr als 70 Ladepunkte der Stadtwerke gibt es inzwischen in Weimar.

Ein Wirtschaftsmotor mit Heimvorteil

Als kommunales Unternehmen verstehen sich die Stadtwerke nicht nur als Versorger. Rund 100 Vereine und Institutionen in Weimar unterstützen sie jedes Jahr. Dazu gehören Projekte aus Kultur, Sport und sozialen Bereichen.

Auch als Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb sind die Stadtwerke in Weimar verankert. Rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten heute für das Unternehmen, knapp die Hälfte davon sind Frauen. Als Ausbildungsbetrieb bilden die Stadtwerke ihren eigenen Fachkräftenachwuchs aus.

Von den wirtschaftlichen Aktivitäten profitieren zudem Stadt und Region. Steuern, Abgaben und Gewinne bleiben zu einem großen Teil vor Ort. Bei Investitionen und Aufträgen arbeiten die Stadtwerke bevorzugt mit Unternehmen aus der Region zusammen.

Zuversichtlich in die Zukunft

Für die kommenden Jahre haben die Stadtwerke Weimar eine klare Vision. „Unser Anspruch ist es, eine sichere Versorgung mit dem Umbau der Infrastruktur in Einklang zu bringen. Das betrifft den Umweltschutz, aber auch die Anpassung an sich ändernde politische Rahmenbedingungen“, so Constanze Reppin. Damit das auch weiterhin gelingt, setzen die Stadtwerke auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten und auf eine offene Kommunikation.

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